Einweihung des neuen Kombi-Modells in Rastatt-Niederbühl

Ein Meilenstein für die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V.

Rastatt-Niederbühl, 18. Juli 2025 – Bei strahlendem Sonnenschein wurde das neue Kombi-Modell in Rastatt-Niederbühl feierlich eingeweiht. Das innovative Gebäude mit einer Nutzfläche von 2.500 Quadratmetern, verteilt auf drei Vollgeschosse, bietet künftig Wohnraum für 41 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und erhöhtem Pflegebedarf. Für die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V., die als Bauherr fungiert, sowie für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Murgtal Werkstätten & Wohngemeinschaften gGmbH markiert dieser Tag einen bedeutenden Meilenstein.

Bereits beim Spatenstich am 11. Oktober 2023 betonte der Vorsitzende der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, Prof. Dr. Rupert Felder: „Mit mehr als acht Millionen Euro allein für den ersten Bauabschnitt war dieses Projekt eine große finanzielle Herausforderung. Es ist jedoch notwendig, um unseren Bewohnerinnen und Bewohnern eine Heimat zu schaffen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.“ Das sogenannte Kombi-Modell vereint zukünftig Pflege und Teilhabe unter einem Dach und ergänzt die bestehenden Wohnangebote der Murgtal Werkstätten & Wohngemeinschaften gGmbH.

Das Projekt wird maßgeblich durch die Deutsche Fernsehlotterie Stiftung gefördert, die fast 300.000 Euro für die Erstausstattung bereitstellt. Nach dem Umzug in das neue Gebäude wird im zweiten Bauabschnitt das im Jahr 2000 errichtete Bestandsgebäude saniert und erweitert. Eine Verbindung durch eine Brücke ermöglicht dann die Aufnahme weiterer Bewohnerinnen und Bewohner. Die gesamte Investitionssumme wird im deutlich zweistelligen Millionenbereich liegen.

Um den hohen ökologischen Standards des QNG (Qualität nachhaltiges Gebäude) KfW 40 plus zu entsprechen, investieren die Bauherren erheblichen Aufwand in Dokumentation und Nachweisführung. Dieser Einsatz lohnt sich jedoch, denn das Ziel bleibt stets die Erhaltung von Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität der Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Einweihungsfeier wurde durch Reden von Oberbürgermeisterin Müller aus Rastatt und Landrat Dusch bereichert. Zudem fand eine Segnung durch Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche statt. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Gästen begleitet, darunter Herr Schneider, als Vertreter der AOK, Firmen und Handwerker, zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vertreter der beteiligten Organisationen.

Im Rahmen der Feier wurde auch das Hauschild aus Edelstahl vom Architekten Alwin Merkel an Rupert Felder, Vorsitzender der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V., übergeben. Geschäftsführerin Anja Strätling betonte in einem Gespräch die Bedeutung der Teilhabe für Menschen mit hohem Pflegegrad und hob hervor, wie wichtig es ist, individuelle Talente und Neigungen zu fördern.

Für das leibliche Wohl sorgten die Spezialitäten von Harvys, die die Gäste bei angenehmer Atmosphäre genießen konnten.

Mit diesem Projekt setzt die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V. ein starkes Zeichen für Inklusion, Würde und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen.

1.400 Euro Spende von der Sparda-Bank

Im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements spendet der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Baden-Württemberg 1.400 Euro an die Murgtal Werkstätten und Wohngemeinschaft gGmbH der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V. Die Spende wurde für die Durchführung eines Künstlerdorfes verwendet. Sandra Sieber, Leiterin der Sparda-Filiale in Rastatt, war zur Spendenübergabe vor Ort.

„Wir wollen, dass Menschen mit geistiger Behinderung ein erfülltes und weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können und dass ihre Angehörigen nicht allein gelassen werden“, leitet Anja Strätling, Geschäftsführerin der Murgtal Werkstätten & Wohngemeinschaft gGmbH ein. Die Murgtal-Werkstätten & Wohngemeinschaft gGmbH ist ein Unternehmen der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V. Seit über dreißig Jahren bietet die Einrichtung Menschen mit Beeinträchtigungen begleitende Angebote zum Wohnen, Arbeiten und Lernen. Ein Angebot, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenkommen, war zum Beispiel das am 24. Mai stattgefundene Künstlerdorf. Unter Anleitung eines Künstlers konnten an der eintägigen Veranstaltung Kunstwerke und künstlerisches Schaffen mit unterschiedlichsten Materialien erprobt und erlernt werden. „Durch gemeinsames Arbeiten an Projekten oder Gegenständen findet Interaktion zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung statt. Das ist unser Ziel“, so Myriam Greul, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe. Für die Durchführung solcher Vorhaben sei die Einrichtung auf Spenden angewiesen. Hier kam die Sparda-Bank Baden-Württemberg ins Spiel. „Gerade in Zeiten knapper Kassen von Bund, Länder und Gemeinden wird es immer wichtiger, langfristig die Zukunft von Menschen mit einer Behinderung zu sichern”, ergänzt Sandra Sieber, Leiterin der Sparda-Bank Filiale in Rastatt und begründet ihre Spendenempfängerwahl wie folgt: „Wir wollten Menschen aus unserer Region unterstützen, die es in der Gesellschaft schwerer haben als andere.“

Ermöglicht werden Spenden dieser Art durch den Gewinnsparverein der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Von insgesamt 5,4 Millionen Euro Spendensumme stehen den Sparda-Filialen 150.000 Euro für Spenden an gemeinnützige Einrichtungen in der Region zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Gewinnsparverein der mitgliederstärksten baden-württembergischen Genossenschaftsbank. Gefüllt wird der Spendentopf durch die Loskäufe beim Sparda-Gewinnsparen. Ein Gewinnsparlos kostet sechs Euro, vier Euro fünfzig werden davon angespart und ein Euro fünfzig wandern in das Spielkapital. Davon gehen 25 Prozent an soziale, kulturelle und ökologische Projekte in Baden-Württemberg.

Foto: Sandra Sieber

Kfz-Hurrle und Murgtal Waschpark spenden 5.000 Euro an die Lebenshilfe

Am Freitag, den 11. Juli 2025, war beim Hördener Kfz-Meisterbetrieb Hurrle und dem benachbarten MWP-Murgtalwaschpark viel los. Bei einem karitativen Aktionstag hatten die Besucher die Möglichkeit, eine Hauptuntersuchung bei der DEKRA oder dem TÜV Süd durchführen zu lassen oder ihr Fahrzeug zu reinigen. Die Einnahmen aus diesem Tag sowie die Spendenbox, die das ganze Jahr über im Büro des Unternehmens steht, wurden gesammelt und aufgestockt. Insgesamt wurde eine Spende an die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V. übergeben. Firmeninhaber Daniel Hurrle überreichte einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an den Vorsitzenden, Prof. Dr. Rupert Felder. Er bedankte sich bei den zahlreichen Kunden und seinem engagierten Team für deren Unterstützung.

Prof. Dr. Felder zeigte sich sehr erfreut über die großzügige Spende: „Ihr soziales Engagement ist wirklich bewundernswert. Seit über 20 Jahren unterstützen Sie die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V. und können stolz auf Ihr soziales Verhalten sein.“ Auch Gaggenaus Oberbürgermeister Michael Pfeiffer hob die Bedeutung des Einsatzes für Menschen mit Beeinträchtigungen hervor und lobte die enge Zusammenarbeit innerhalb der Familie Hurrle, die bereits in der dritten Generation gemeinsam zupackte, um diesen Tag zu organisieren. Für das leibliche Wohl sorgte am Aktionstag „Güni‘s Griller“ mit verschiedenen Spezialitäten, welche unserer Seniorengruppe, sowie einer Delegation aus den Werkstätten von der Firma Hurrle spendiert wurden.

Foto: Myriam Greul